1.
schön elektrisch 3:15
2.
sun shine 3:22
3.
grüne blüten 3:30
4.
erscheinung gottes 3:24
5.
kann nur die füttern, die schon satt sind 3:02
6.
bourbon street 3:30
7.
rap esthetic 3:21
8.
life is short 3:17
9.
18 gramm 2:58
10. flugabwehr stardust 2:46
Der Zweitling „Weger“ von Jonathan Schlei
versprüht einen Funken der Abneigung wie das erst Glas Tequila, doch
bis der Grenznutzen erreicht ist, kann man davon nicht genug
kriegen. Es bedarf der Auseinandersetzung. Schlei erzählt in erster
Linie Geschichten mit Lebensweisheiten und etwas
Weltenbummlerphilosophie.
Die minimalistische Musik verführt zum
schrägen mitnicken… zum abgehen. Die textliche Sprache bewegt sich
in einem eigen erschaffenen Mikrokosmos, die stellenweise nach
Höherem greift. „versprech mir erbarmungslos zu kämpfen / sie
könnten dich vor den augen des mobs hängen / oder dich niemals
recognizen und vergessen / vergiss nicht, sie hören mein phone ab /
ja, ich habe die süßigkeiten nicht vergessen“ aus 18 gramm. Ist eine
Aneinanderreihung von Konsumverherrlichungen und –realitäten. Schlei ist
eingebunden in ein Geflecht von ungestraft und freilaufenden
Kleinkriminellen, der Mikrokosmos. Konkrete Erlebnisse werden in dem
wunderschönen Song „grüne blüten“ erzählt. „Schön elektrisch“ ein
Schnittmengensong aus zwei Charaktereigenschaften:
Technikbegeisterte Produktionsverliebtheit und dem nicht enden
wollenden Durst Partys zu feiern!
Im schwarzen Loch der
Bedeutlungslosigkeit Songs entstehen zu lassen bedarf Mut und
Ausdauer sowie Liebe zu dem was man tut. Eigenschaften, die auch auf
eine Beziehung mit einem Menschen bevorzugt mit einer Geliebten zu
treffen. In „kann nur die füttern, die schon satt sind“ wird diesem
Transfergedanken Rechnung getragen. „ich kann nur die füttern, die
schon satt sind / Kämpfe meistens nur gegen mich selbst / ohne
musikalischen erfolg / stirbt es sich sehr langsam / ob mein
drogenkonsum mich einholt / das Denken funktioniert noch / wenn auch
langsam / vielleicht verkaufe ich 50 Alben, und KTK records findet
den weg zu eurem ohr / es ist 2004 und das rap star sein ist weiter
entfernt den je zuvor“.
Aus jedem Tal führt ein Weg in Richtung
Sonne: „sun shine“. Der Titel ist Programm. Der vor Selbstvertrauen
strotzende Schlei. „hurry up my friend / ich hab einen cocktail, der
wie Feuer brennt / die lichter dringen in mich ein / ich reck meinen
kopf in richtung sky / und atme frei / ein halbe flasche vodka intus
/ und die beatz blockern durch vom minibus“ Die Antwort auf
Psychodellic und Surrealismus gibt der Künstler auf dem
abschließenden Song seines Banger Albums: „flugabwehr stardust“. Es
gibt Substanzen, die lassen dich Donald Duck und den Herrn Gott
persönlich treffen… doch was passiert wenn dein Körper diese
Substanzen langsam wieder abbaut. Deswegen
Prävention, Flugabwehr Stardust, der Commander: Sie haben die
Mission
erfüllt!